Reisebericht Marakko 2003

 

 Michael Witsch Timbuktu

Auf dieser Tour haben wir wieder viel gelernt, zum Beispiel, dass MuZ zwar relativ sturzstabile Motorräder baut, aber anderseits eine Kupplung auf 1000 km doch entschieden zu viel ist und die Reisekasse erheblich schmälert.

Wir haben auch erkannt, dass der Marokkaner an sich - ähnlich dem Rheinländer - zwar freundlich ist, aber jede Begrüßung, jeder Handschlag und insbesondere jedes Geknutsche zwingend in einer Verkaufsveranstaltung endet.

 Aber, immer der Reihe nach. 

Am 06.02.2003 ist es endlich soweit. Bereits am späten Nachmittag des Vortages haben wir, ohne größere Verletzungen, unsere Motorräder in Sascha´s Transporter geladen und es tatsächlich noch geschafft vor Dunkelheit abzufahren.

Der erste - und ehrlich auch einzige - Sixpack Bitburger ist schnell genascht und nur 26 Stunden später sind in wir in Tarifa/Spanien.  

Wir, das sind Sascha mit/auf MZ Baghira und ich - zumeist auf – BMW R 80 G/S und ein Transporter Kia Preggio mit Betonsitzen. Zum Transport mittels Kfz hatten wir uns nach dem Studium diverser Internetreiseberichte und Sichtung der Kosten der Deutsche Bundesbahn für den Autoreisezug Narbonne, sowie Fähre Séte - Tanger entschlossen. Eine Fahrt mit dem Motorrad bis Gibraltar hätte, abgesehen von der knapp bemessenen Reisezeit, etliches mehr an Verschleiß, Benzin und Maut bedeutet. Mit dem Campingplatzbetreiber hatten wir bereits vorher fernmündlich abgeklärt, dass das Auto auf dem Campingplatz verbleiben konnte und fünf Euro am Tag für einen bewachten Campingplatz - das Auto war nachher noch da ! - fand ich auch in Ordnung..

 Samstag morgen, etliche Dosen San Miguel später, der Himmel ist wolkenverhangen und die Mopeds klitschnass, schaffen wir es doch irgendwann bis zum Hafen, allerdings müssen wir nun die Fähre von Alcegiras nehmen, die Schnellfähre von Tarifa nach Tanger ist schon weg - San Miguel?. Die Buchung und Abfertigung auf europäischer Seite geht unproblematisch vonstatten.

Mitten in der Meerenge klart der Himmel allmählich auf, ein Regenbogen spannt sich über uns und langsam kommt die afrikanische Küste in Sicht. Ebenso langsam aber sicher breitet sich ein mulmiges Gefühl in der Magengegend aus, was unter anderem daran liegt, dass die Anzahl der europäischen Mitreisenden bereits erheblich eingeschränkt ist.

Fähre Gibraltar Tanger

O.k. eigentlich sind wir nur zu zweit und haben zudem ein massives Sprachproblem.

 Die Ankunft in Tanger gestaltet sich dann auch entsprechend hektisch. Durch die erste Kontrolle werden wir noch durchgewunken, dann nimmt sich unserer ein " Passer" an, Abdul ist sein Name.

Abdul winkt uns so schnell durch alle Kontrollen, dass wir die Motorräder kaum durch das Gewimmel rangiert bekommen. In Windeseile sind die Papiere eingesammelt und mitsamt Abdul verschwunden. Tatsächlich erscheint Abdul nicht nur wieder, sondern schafft es binnen kürzester Zeit sämtliche Stempel und Dokumente zu besorgen, allerdings zu einen horrenden Preis, der hier nicht nur unbenannt sei, sondern uns auch als totale Marokkoneulinge kennzeichnet. Das ist übrigens eine der ersten Fragen die man uns regelmässig stellt - ? first time Marocco ?. Abdul war also ein Schlepper mit amtlichen Ausweis und eigentlich fand ich das nicht unangenehm, weil so ein langwieriges Öffnen des  Gepäcks vermieden wird.

 

Bei der Ausreise waren wir dann mit der Angelegenheit schon deutlich vertrauter und haben vorher den Preis ausgemacht. Das ist übrigens eine Sache die erstaunlich gut klappt, wird vorher der Preis ausgemacht, gibt es hierüber nachher grundsätzlich keine Diskussion - außer mit dem Bruder von Hassan in Marrakesch wegen der Taxikosten.

 So, sind wir also in Tanger. Vollbeladen und mit brandneuen Stollenreifen kein leichtes Unterfangen. Die Verkehrführung ist spontan und schnell, die zahlreichen Polizei-beamten scheinen eher ohne Konzept den Verkehr zu lenken.

Kommt das Motorrad zum Stillstand, dann springen sofort dunkle Gestalten auf uns zu um uns das Visier zu reinigen, die Stiefel zu putzen, Hasch, Alkohol oder Frauen anzubieten oder einfach nur zu erfragen von wo aus Deutschland wir denn kommen.

 Selten war mir die Einreise in eine fremdes Land so unheimlich wie diese. Die Meer-enge von Gibraltar trennt tatsächlich nicht nur einfach zwei Kontinente, sondern eben zwei Kulturkreise. Wir haben entsprechend auch einige Zeit benötigt um uns zu akklimatisieren, müssen aber andererseits eben auch festhalten, dass wir eigentlich im großen und ganzen freundlich und hilfsbereit aufgenommen worden sind.

Abgesehen von den mit frisch geschlachteten Hammelfellen verkleideten Gestalten im Atlas, die Wegzoll verlangten - die waren zu zwölft und bekifft, habe wir eben bezahlt - hatten wir diesbezüglich keine Probleme.

 Unsere erste Übernachtung ist in Larache. Gegenüber dem Zeltplatz gibt es ein Lokal mit Bierausschank, dort kosten wir zum ersten mal die marokkanische Küche. Die Nacht ist eiskalt, -5° wir uns am nächsten morgen von den Wohnmobilnutzern ringsum erzählt. Also eigentlich hab´ ich geglaubt, hier wär´ es immer warm und denke mit

Sorge an die Überquerung des Atlas.

Die war dann aber halb so schlimm, nur ein bisschen Schnee am Col de Zad und dann runter in die warmen, wüstigen Ebenen, dem eigentlichen Ziel unserer Tour.

 

Michael Witsch Marokko

 Über Azrou, Midelt und Er Rachidia geht es nach Source bleue de Meski, einer malerischen Oase mit Campingplatz.

Wir brauchen eine Weile um die Einfahrt zu finden. Die Landschaft ist staubig, eben und braun, dann geht es plötzlich runter in die Oase. Die Planung der Anlage war wohl mal auf Exklusivität ausgelegt, es gibt Shops, einen rieseigen Pool, der, ebenso wie die Duschanlage, nicht betriebsbereit ist und orientalische Klos.

 Von wegen Duschen. Selbstverständlich habe wir einen recht umfassenden Impfschutz, der schützt aber nicht davor etwa wegen unreinem Wasser Infekte zu bekommen, wir haben deshalb auch konsequent während unserer Tour den Kontakt mit Frischwasser vermeiden ;-) . Es erscheint mir auch nicht angebracht als Tourist stundenlang zu duschen, wenn, so die Schilderungen in Merzuoga, es seit mehreren Jahren nicht mehr geregnet hat und das Trinkwasser für die einheimische Bevölkerung bereits angefangen hat zu versalzen.

 Michael Witsch

Ab Erfoud haben wir auch erkannt, dass es kostengünstiger ist Pfefferminztee zu trinken, weil die letzten Bierdosen nur noch 0,25 cl Inhalt hatten und 1,80 € kosten sollten.

An dieser Stelle eine Anmerkung zur Teekultur. Man gewöhnt sich unheimlich an den The á la Menthe, den Whiskey marocaine. Es ist einfach entspannend im Cafe zu sitzen - alle Stühle zur Fahrbahn, Mann könnte ja was verpassen - und den zuckersüßen frisch aufgegossenen und brühend heißen Tee zu trinken (die Blätter muss man übrigens nicht mitessen ;-).

 

Von der Hauptstraße in Erfoud aus geht es links ab in Richtung Erg Chebbi/Merzouga, den höchsten Sanddünen Marokkos.

 Die Straße ist recht gut ausgeschildert, es steht dort ein rotes Schild mit der Aufschrift

" Les Sables ". Trotz meiner eher rudimentären Kenntnisse der französischen Sprache habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Polizisten stets bereit waren mir zu zuhören und den Weg zu weisen.

 Der erste Teil dieser Strecke ist tatsächlich noch asphaltiert, so dass sich schon eine anfängliche Enttäuschung breit machte. Auch der Umstand, dass der Asphalt langsam ganz schwindet, reicht noch nicht aus um ein Wüstenfeeling aufkommen zu lassen. Keine Angst, hier kommt jeder auf seine Kosten. Nachdem ich mir noch schnell eine gefälschte Fossilie hab´ andrehen lassen, war es auch schon rum mit den letzten Resten befestigter Piste. 

Aus den einschlägigen Reisebereichten wussten wir Wüstenneulinge – theoretisch zumindest - ja auch, dass man mit mindesten 60 und mehr km/h über den Sand preschen muss, diese jugendliche Begeisterung war aber nach den ersten Klatschern, glücklicher-weise ohne größere Verletzung, schnell gedämpft. Mit unserer Beladung war zunächst eher ein reumütiges Gezuttel neben der versandeten Piste angesagt, was dort allerdings auch relativ unproblematisch möglich ist.

 

Eine Anmerkung zur Beladung. Viele der Sandpistenfahrer machen ihre Touren mit einem Begleitfahrzeug, also zumeist ohne Gepäck und ohne logistische Probleme. Dies wurde uns auch regelmäßig angeboten, weil die Einheimischen auf den Campingplätzen nicht verstehen konnten - oder wollten -, dass wir unsere Ausrüstung komplett selber mitführten und im Zelt übernachtet haben.

Wer eigenständig fährt, hat aber einfach ein erhöhtes Grundkontingent an Ausrüstung und Gepäck bei sich, das manövriert werden will. So sollte die Reichweite gegenüber dem europäischen Verkehr deutlich vergrößert werden und auch die Mitnahme von 5 bis 10 Litern Wasser halte ich nicht für Luxus.

Nur ein Beispiel: Auf unserer Russlandreise im vergangenen Jahr hatten wir trotz großer Tanks - meine BMW fast 36 Liter (die braucht sie auch) und die MZ 28 Liter - noch Halterungen für Trinkwasser und Benzin vor die Koffer auf die Fußrasten montiert. Diesmal hatten wir zwar nur je 5 Liter an Reserve dabei, mit Haupttank aber auch immerhin schon 40 kg über dem Trockengewicht. Zzgl. Trinkwasser sind dann annähernd schon 50 kg erreicht, ohne dass Werkzeug, Ersatzteile, Zelt, Reiseführer, Taschenlampe, Kocher, Lebensmittel und Sonstiges berücksichtigt wäre.

 Im Reiseführer ist die Piste von Erfoud nach Merzouga als durch die Reste der Telegraphenmaste erkennbar beschrieben.

Tatsächlich machen sich aber wohl mittlerweile alle Campingplätze und Hotels um den Erg Chebbi herum die weiß-rosa bemalten Pfosten zunutze und haben eigene Markierungen angebracht, die die Orientierung erschweren. Zwar ist der Erg schon von weitem erkennbar, aber gerade in unmittelbarer Nähe wegen der weichen Versandung nur sehr schwer zu befahren.

Nach dem zweiten Klatscher mussten wir dann auch erst mal eine Reparaturpause für den Killschalter an der MZ einlegen.

Da waren wir leider schon so nahe an den Dünen, dass bereits nach kürzester Zeit die ersten Hilfswilligen zugegen waren. Nach Problembehebung erfolgte dann eine Verkaufsveranstaltung in freier Wüste, die wieder mit dem Erwerb von Fossilien endete, diesmal aber zu Lasten Sascha.

Die nächsten Kilometer bis zum 1. Kupplungsschaden der MuZ vergingen recht unspektakulär, nur wurde Merzouga eben mit dem Transporter erreicht.

 Der Schaden an sich war erstaunlich schnell behoben, der Einfallsreichtum der Wüstensöhne kennt keine Grenzen, hatte der Wüstenmechaniker Ibraimi doch an Stelle eine neuen  Ausrücklagers eine Kupplungsscheibe mehr eingebaut und bereits in der Nacht wieder das Motorrad angeliefert.

Allerdings war Sascha´s Bedarf an Pistenfahren erst einmal gedeckt und auch die morgendliche Sonnenaufgangstour musste ich alleine machen. 

 Michael Witsch Wüste

Unsere Tour ging entsprechend am nächsten Morgen erst einmal über Asphalt Richtung Rissani, ab hier wurde die Strecke endlich wieder schlechter, der Asphalt schmolz dahin und in Tazzarine bogen wir wieder auf reine- und traumhafte- Piste ab.

 Michael Witsch

Nach anfänglichen Schwierigkeiten den richtigen Abzweig zu finden - GPS sei dank und hätt´ ich damit doch vorher mal ordentlich geübt - ging die Strecke die ersten paar Kilometer durch traumhafte Landschaften um in Steinpiste zu enden.

Sascha Nüchter

Ich weiß nicht, wer in den Reiseführer geschrieben hat "nur mit Allradrad befahrbar, VW-Bus geht", er hat die Strecke auf jeden Fall schon länger nicht mehr befahren. Stundenlang durch tiefe Queds und über zum Teil fußballgroße runde lose Steine war zwar wunderschön, aber auch am Rande des Machbaren.

Zudem waren wir so spät, dass die Dunkelheit hereinbrach und wir nur noch an Hand des GPS den Weg finden konnten. Bei Dunkelheit läst sich nur noch eine ockerfarbene Wand erkennen, einzelne Spuren,  Kurven oder Abzweige dagegen nicht mehr. Mehrfach blieben wir im tiefen Sand neben der Piste stecken ,wenn wir mal wieder eine Kurve in Spur verpasst hatten.Trotz allem sind wir heil in Zagora, im südlichstem Punkt unserer Reise angekommen.

Zwar hatten wir vor Reisebeginn den Feiertagskalender gesichtet, aber irgendwie übersehen, dass wir zur Zeit des Hammelfestes unterwegs waren, was aber letztendlich nicht zu Einschränkungen geführt hat, da die kleinen Läden eigentlich immer geöffnet haben und die Grundversorgung gesichert ist. Da wir ohnehin mit dem Zelt unterwegs waren, hatten wir auch kein Problem eine Unterkunft zu bekommen. Andererseits war es auch richtig spannend mit zu erleben, wie aller Orten die Hammel vor den Häusern öffentlich aufgehangen und ausgenommen wurden. Ein Hammel soll etwa 1.300 bis 1.600 Dirham, entsprechend etwa 130,00 € bis 160,00 €, kosten, da hat Sascha mit seinen beiden Kupplungsreparaturen manche Familie glücklich gemacht.

 

Über Quarzazate ging es in Richtung Dades - und zurück in die Todhraschlucht, beides Landschaftliche Highlights, führt die Zuwegung doch entlang der Straße der Kasbahs.

Michael Witsch

Zurück in Quarzazate musste der Konsumdruck erst einmal durch den Erweb eines Teppichs befriedigt werden, um sodann mit stark volumengesteigertem Gepäck den Rückweg nach Marrakech anzutreten. Eine eigentlich unspektakuläre Fahrt bis auf die Überfalleinlage durch die bekifften Hammelfestteilnehmer.

 Der Campingplatz außerhalb von Marrakech war rasch gefunden, ebenso wie ein Supermarkt mit - endlich - Bierverkauf.

Zu diesem Zweck muss beim Eintritt in die Spirituosenabteilung, zumindest während der Festtage, der Ausweis vorgezeigt werden, da wegen der alkoholbedingten Unfälle (hört, hört, das mitten in Marokko) während der Festtage der Erwerb für Moslems verboten ist. Der Alkoholgenuss ist zwar für den Gläubigen ohnehin nicht gestattet, da halten sich aber anscheinlich nicht viel dran, jedenfalls wurden wir vor dem Supermarkt auch direkt gebeten Bier für die nicht Zutrittsberechtigten zu erwerben und auch sonst ist Bier ein recht gutes Tauschmittel.

 Auf der Rückfahrt zum Zeltplatz gab dann Saschas Kupplung zum zweitenmal den Geist auf. Die vom ADAC vermittelte Helferin war mit der Situation etwas überfordert und konnte uns lediglich einen Rücktransport anbieten, so dass wir uns selbst auf die Suche nach einer Werkstatt machen mussten.

Sascha hat sich übrigens richtig gut als Sozius gemacht, was vor allem wegen des Fehlens der hinteren Fußrasten im orientalischen Straßenverkehr als bewundernswert anzusehen ist.

 

Die Wartezeit für Anlieferung und Reparatur haben wir genutzt um uns im Souk von Marrakesch ausgiebig zu verlaufen. Das Gewimmel ist einfach unbeschreiblich, Schlangenbeschwörer, Schreiber, Tätowierer, Bäcker, Metzger, Schneider und Imbissbuden.

 

 Gerade letztere sind eine Anmerkung wert.

 Der wohlbeleibte Koch steht auf einem Podest, umgeben von Bergen gebratener Speisen und veranstaltet eine Hektik, als ob er ein dutzend Gäste gleichzeitig bewirtet.Sascha Nüchter

Erst wird ein Stück Fleisch, Fisch oder was auch immer, aus einer Portion herausgerissen und dem neuen Gast zur Probe gereicht. Hat sich dieser entschieden – ok. ich hab´ erst den Fisch und dann das Lamm gegessen - wird mit den gleichen schmuddeligen Finger eine Portion zusammengestellt und später die Reste an die Katze verfüttert.

Wirklich aufdringlich sind die Wasserverkäufer auf dem Markt, die unbedingt ein Foto, natürlich entgeltlich, von sich gemacht haben wollen. Es ist ohnehin erstaunlich, wie schnell man sich klimatisieren kann und bereits nach wenigen Tagen den Anblick unverschleierten Frauen als sittlich anstößig empfindet ;-).

Nach erfolgter Reparatur ging es noch spät Abends mit  gesteigerter Marschgeschwindigkeit über Casablanca zurück nach Larache, um am nächsten Tage noch die Vorbereitung für den Besuch des Königs zu erleben und dann endlich zurück in das gute alte Europa. 

Michael Witsch

Dachten wir jedenfalls, mussten aber feststellen, dass das die Befestigungskünste der Staumänner auf der Fähre nur unzureichend waren und dort augenscheinlich die Auffassung vertreten wurde, dass Motorräder liegend leichter zu transportieren sind. Glücklicherweise waren die Mitreisenden durch den Dunst des ausgelaufenen Benzins wach geworden und hatten die Motorräder wieder aufgerichtet. Das Verlassen der Fähre gestaltete sich dann noch recht schwierig weil die MZ wegen einer gerissen Speiche einen Platten hatte, aber auch das haben wir wieder in den Griff gekriegt.

 

Fazit.

 

Marokko ist eine Reise und vor allem mit dem Motorrad wert. Aber auch wenn wir relativ unproblematisch alle Schwierigkeiten meistern konnten, sollten die Risiken nicht unterschätzt werden. So wurden imt gleichem Zeitraum mehrere Motorradreisegruppen im benachtbaren Algerien entführt und das, obgleich dies Teilnehmer organisierter Touren waren.

 

Den nachhaltigsten Eindruck haben die Landschaften südlich des Atlas auf mich gemacht, dort wo der Asphalt aufhört.

 

Für die Reisevorbereitung haben wir zunächst mit den ADAC Routen Tipps und Karten eine erste Planung getroffen und uns dann langsam ins Detail vorgearbeitet. Diesbezüglich waren es auch etliche Reiseberichte aus dem Internet, aus denen wir insbesondere die Routenführung zusammen gestellt haben. Ein nützlicher Reisbegleiter war der Reiseführer von Erica Därr, der enthält nicht nur GPS - Daten für viele Strecken, sondern sorgt auch immer für Gesprächsstoff weil jeder Beduine unbedingt wissen will, ob er denn diesmal im Reiseführer benannt ist.

 

Ansonsten sind wir spontan darauf los gefahren, ohne vorher irgendwas gebucht zu haben.

 

Michael Witsch